Eigentlich steht ein Epilog ja am Ende,

dieser darf am Anfang stehen...

Aus dem Buch "Kaiserstraße - eine Straße erzählt"

 

Epilog

Der Gedanke ein Buch über die Kaiserstraße zu schreiben, kam, als die Ausstellung “Kaiserstraße – eine Straße erzählt“ in der „Galerie Kaiserstraße“ zu Ende ging. All dieses Material, was zusammengekommen war, sollte nun wieder in einer Schublade landen? Zuviel Arbeit war vorausgegangen, um diese Ausstellung zu ermöglichen; zu viele hofften, dass „ihre“ Kaiserstraße wieder in Erinnerung gebracht würde. Und dann die Freude bei allen Besuchern über dieses oder jenes in der Ausstellung. Viele Erinnerungen wurden wieder wach. Während der Ausstellungseröffnung fielen sich Jugendfreunde um den Hals und kramten gemeinsam in den Erinnerungen. Damals habe ich noch nicht fest an ein Buch geglaubt, mir aber trotzdem alles fein säuberlich aufgeschrieben. Die Wellen der Ausstellung schlugen bis nach Amerika, und der 90jährige Siegfried Kirchheimer schrieb mir:“Ich bin seit 43 Jahren Amerikaner, blieb aber im Herzen nicht nur meiner Heimat treu, sondern auch dem „Vaterlande“. Und nun kommen Sie, liebe Evelyn, in mein bisschen noch restliches Leben hinein und lassen mich noch einmal meine Kaiserstraße erleben.“ Spätestens nun hatte ich erkannt, wie wichtig ein Buch für diejenigen sein würde, die die Ausstellung nicht sehen konnten.

Als ich mit mir selbst übereingekommen war, dieses Buch zu schreiben, war es nur noch ein kleiner Schritt. Das Buch soll Erinnerungen wachrufen, es soll unterhaltsam sein, aber keinesfalls über die schweren Zeiten hinwegtäuschen. Erster Weltkrieg, Weltwirtschaftskriese, Zweiter Weltkrieg und die Zeiten bis 1949 waren allesamt kein Zuckerlecken und bedeuten für viele sogar das Existenzminimum.

Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, wiederzugeben, was mir die zahllosen Erzähler zugetragen haben. Mein besonderer Dank gilt all denen, die unermüdlich nach Erinnerungen gekramt und die Schubladen nach Bildern durchsucht haben, die dazu beitrugen, dass die alte Kaiserstraße noch einmal lebendig wurde.


Evelyn Sjovall

erschienen im Ditzen Verlag 1981
erschienen im Ditzen Verlag 1981

Das Cover ist ein Fenster aus der alten Bürger (vormals Kaiserstraße). Dieses Fenster hat Anna Behrens von ihrem Vater zum Geburtstag als Geschenk bekommen. Als das Buch vorbereitet wurde, war dieses Fenster in Bremen zur Restauration. Ich entschied mich für dieses Cover auch deshalb, weil ich damit Druck auf Bremen ausüben wollte, diese Fenster nach Bremerhaven zurückzubringen. Seinerzeit kursierten Gerüchte, dass Bremen dieses Fenster behalten wollte.

 


Passagen aus dem Buch sind mit Genehmigung des Verlags ( Nachfolger von Ditzen- der NWD Verlag ) veröffentlicht.

 

 


ein weiteres Buch .....

ersch. bei NW Bremerhaven
ersch. bei NW Bremerhaven

 

 

 

 

 

Zur Redaktion gehörten Johann P. Tammen,

Reinhard Kraforst

Werner Ebbers, Rüdiger Kelm, Hermann v. Lehe,

Eide Meinke, Evelyn Sjovall.

ISBN 3-89429-119-2